Vor ein paar Tagen wurden mir diese 2 Photos zugetragen. Da ich von Natur aus neugierig bin, bin ich auf Svein Kraageland und die folgende sehr interessante Geschichte gestossen. Herzlichen Dank an Kai Brandt für die Übersetzung und an Christoph Hottkowitz für die Kontaktherstellung.


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Und nachfolgend die Geschichte zum schwarzen Lieferwagen:
Dies ist ein Auto welches ich schon seit einigen Jahren kenne und schon 2005 beinahe gekauft hätte. Damals wurde nichts aus dem Kauf und es wurde an einen Karosserimann in Westnorwegen verkauft. Dieser rief mich kürzlich an und erzählte mir von änderungen in seiner Arbeits- und Lebenssituation aufgrund von Krankheit und wollte wissen ob ich immer noch an dem Wagen interessiert wäre und das war ich natürlich. Als das Auto das letzte mal zum Verkauf stand auf einer Insel vor Ålesund, war der Motor demontiert. Nun hatte der neue Besitzer einen baugleichen Motor montiert aber Bremsen, Benzin- und Kühlsystem müssen noch erneuert werden. Dies werde ich vorrangig behandeln um den Wagen in einen fahrbaren zustand zu bekommen.
Dieser 203 Lieferwagen hat eine etwas besondere Vergangenheit und bei genauerer Untersuchung zeigt sich dass er zum gleichen Zeitpunkt nach Norwegen gekommen ist wie der 203 U8 Pickup welchen ich im Sommer 2008 in Setermoen geholt habe. Beide Fahrzeuge kamen als sogenannte "Chassis cabine" nach Norwegen, das bedeutet Fahrgestell mit Führerhaus und danach wurde der hintere teil in Norwegen aufgebaut. Soweit ich verstanden habe ist dieser in Volda aufgebaut worden , aber hier habe ich noch ein wenig Detektivarbeit vor mir. Der Aufbau gleicht dem auf dem Wagen aus Setermoen ist aber nicht identisch, deswegen glaube ich nicht dass beide an gleicher Stelle aufgebaut worden sind.
An einem Samstag, den 17.10.2009 bekam ich einen Anruf vom Erstbesitzer. Er hatte gehört dass ich dass Auto übernommen habe und fragte sich wie der Zustand des Wagens sei. Dadurch konnte ich die Vergangenheit ein wenig mehr entwirren. Die Ursache dafür dass diese Wagen halbfertig importiert wurden war wohl eine Zuschussregel für Importeure. Dieser Wagen wurde nach Volda in die Humberset mech. Werkstatt gebracht wo die Lieferwagenkarosserie aufgebaut wurde. Es wurden extra Zierleisten für den Grill bestellt und das Auto wurde dunkelblau lackiert.
Er wurde mit einem Boot nach Kjerstad in der Haram Kommune in der nähe von Alesund. Es gab dort keine Autofähre vor 1962 wie Ivar Moen berichtet. Der Wagen wurde täglich gebraucht um Waren vom Hafen zu seinem Landladen zu fahren welchen er selbst betrieb. Damals gab es nur zwei Strassen auf der Insel, die eine war 12km die andere 8 km lang.

Er wurde ständig danach gefragt ob er Leute mitnehmen könne und einmal beförderte er den gesamten Frauenclub mit 12 Damen hinten im Wagen. Er erinnerte sich auch dass er einmal ausprobiert hatte wie hoch die Höchstgeschwindigkeit war auf einer geraden Strecke auf Dovrefjell und er liess das Gaspedal nicht los bevor die Tachometernadel auf 130km/h stehen blieb.
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